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Neue Sterbetafeln für die Rückstellungsberechnungen

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Am 15. August 2018 hat die Aktuarvereinigung Österreich (AVÖ) neue Sterbetafeln – die AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – herausgegeben. Eine Neuauflage der Sterbetafeln erfolgt im Schnitt alle zehn Jahre.  

 

Bilanzielle Erfassung der Auswirkungen der AVÖ 2018-P gegenüber der AVÖ 2008-P Pagler & Pagler

Die neuen Sterbetafeln sind sofort anzuwenden.

In der Steuerbilanz ist die Verteilung des Änderungsbetrages bei Jubiläen und Pensionen auf drei Jahre gesetzlich vorgeschrieben.
Im UGB ist derzeit noch nicht geklärt, ob der Differenzbetrag aus der Umstellung auf die neuen Tafeln sofort aufgeholt werden muss oder verteilt werden kann.
Im IFRS-Abschluss ist der Differenzbetrag in demografic gain/loss nicht aufwandswirksam auszuweisen.
Im HGB (BilMoG) ist der Effekt aus den neuen Rechnungsgrundlagen sofort in voller Höhe aufwandswirksam.

Um den jeweiligen Differenzbetrag zu ermitteln, ist es notwendig

- für die Steuerbilanz die Berechung zu Geschäftsjahresbeginn (z.B. 01.01.2018) nochmals mit den neuen Sterbetafeln durchzuführen.
- für die UGB/IFRS/BilMoG-Bilanz zum bevorstehenden Bilanzstichtag (z.B. 31.12.2018) nochmals mit den „alten“ Tafeln zu bewerten.

 

Auswirkungen der neuen Sterbetafeln – Ergebnisse erster Vergleichsrechnungen durch arithmetica

Insbesonders bei den Wahrscheinlichkeiten

- invalide zu werden
- im Todesfall eine Witwe zu hinterlassen

sind relevante Veränderungen zu den bisher verwendeten Sterbetafeln AVÖ 2008-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung-Pagler & Pagler erkennbar, die die langfristigen Personalrückstellungen mehr oder weniger stark beeinflussen.

Diese Veränderungen haben allgemein folgende Auswirkungen auf die einzelnen Rückstellungsarten:

- Abfertigungen: Kleine Auswirkung, oft sogar eine leichte Reduktion der Rückstellung – abhängig von der Ansparmethode
- Jubiläumsgeld: Teils markante Erhöhung der Rückstellung – abhängig von den Ansprüchen
- Pensionen: Moderate bis starke Erhöhung der Rückstellungen vor allem bei Pensionsbeständen mit Hinterbliebenenanwartschaften

 

Damit Sie bei Ihrer Budgetplanung auf der sicheren Seite bleiben und vor Überraschungen zum Bilanzstichtag geschützt sind, empfehlen wir Ihnen, rechtzeitige Planrechnungen auf Basis der neuen Sterbetafel durchzuführen.

Ihr arithmetica Sozialkapital-Kontakt
Frau Eva Frühberger: eva.fruehberger@arithmetica.at